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Häufige Fragen und Antworten
„Trauma ist die am meisten vermiedene, ignorierte, verleugnete, missverstandene
und unbehandelte Ursache menschlichen Leidens.” - Dr. Peter A. Levine
Trauma ist nicht das, was dir passiert ist. Trauma ist die psychische Wunde, die in deinem Nervensystem nach einem überwältigenden Ereignis zurückgeblieben ist. Trauma ist das, was den Menschen in einer ungelösten Überlebenssituation verharren lässt. Dies kann zu körperlichen und psychischen Symptomen wie Ängsten, Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen uvm. führen.
Ein überwältigendes Ereignis kann ein einmaliges, heftiges Erlebnis (Unfall, Angriff, Missbrauch, etc.) , oder eine über längere Zeit anhaltende, schwerwiegende Situation sein (Unterdrückung, Mobbing, Vernachlässigung, etc.).
Jede Sitzung ist individuell und folgt dem, was sich im Moment zeigt. Gemeinsam richten wir die Aufmerksamkeit auf Körperempfindungen, innere Bilder, Gefühle, bedeutsame Worte und Bewegungen. Über behutsames, sowie neugieriges Wahrnehmen und Verlangsamen kann sich das Nervensystem neu sortieren. Der Körper zeigt dabei, was er braucht – Schritt für Schritt, in seinem eigenen Tempo. Zusammen beobachten wir diese Bewegungen.
Meistens beginnt eine Sitzung im Sitzen oder Stehen, wobei wir miteinander sprechen. Wenn es passend ist, können Bewegungen oder Berührungen stattfinden. Bei der Körperarbeit im Liegen bleiben die Kleider immer an und es werden nur Körperstellen berührt, bei denen sich Therapeut und Klient*in sicher fühlen.
Das kann man nicht voraussagen. Manchmal löst sich das Problem in nur ein bis zwei Sitzungen, manchmal braucht es mehrere Sitzungen. Jede Sitzung ist einzigartig. So wie du.
SE ist keine Konfrontationstherapie.
In einer SE-Sitzung lernst du, in der Gegenwart verankert zu bleiben, während du über vergangene Erfahrungen sprichst. Es geht nicht um Details von schwierigen Ereignissen, sondern darum, was im Körper gegenwärtig spürbar ist. Im Pendeln zwischen diesen Ressourcen und der überwältigenden Erfahrung wird nach und nach die im Nervensystem gebundene Überlebensenergie gelöst. Das traumatische Erlebnis soll nicht erneut durchlebt werden.
Der Körper hat die Fähigkeit, sich selbst zu regulieren und Heilung einzuleiten. Dies bedingt eine achtsame Wahrnehmung des gegenwärtigen Momentes. So kann Schritt für Schritt mehr Sicherheit, Ruhe und Lebendigkeit zurückkehren.
Bei akuten Paniksituationen oder Angstzuständen können Erwachsene die Dargebotene Hand (143) und Jugendliche die 147 anrufen. Diese Angebote sind gratis und anonym.
Eine Panikattacke ist eine plötzliche und starke Reaktion des Nervensystems, das nicht mehr in der Lage ist, eine Situation als sicher einzuschätzen. Das System wechselt in den Überlebensmodus, wobei dies objektiv gesehen nicht nötig wäre.
SE kann dabei helfen, Panikattacken zu verstehen und zu regulieren. Anstatt gegen die Symptome zu kämpfen, wird das Nervensystem eingeladen, seine Schutzreaktionen sicher zu entladen. Mit der Zeit lernt der Körper, Alarmzustände zu erkennen und zu beruhigen. So entsteht ein erhöhtes Gefühl von Sicherheit im eigenen Erleben und Vertrauen in die eigene innere Stabilität.
Berührung ist kein Muss. Die Arbeit geschieht hauptsächlich über innere Wahrnehmung und Gespräch. In manchen Phasen kann eine achtsame Berührung hilfreich sein – etwa, um das Nervensystem zu stabilisieren oder Verbundenheit spürbar zu machen. Dies erfolgt nur mit Zustimmung und im beidseitigen Einverständnis.
Nein. Somatic Experiencing findet vollständig bekleidet statt. Entscheidend ist, dass du dich wohl fühlst und der Körper genügend Bewegungsfreiheit hat, um Spannungen oder Impulse wahrzunehmen.
Eine Einzelsitzung dauert in der Regel 60 Minuten und kostet 150.- pro Stunde (60min).
Ich nehme mir für jede Sitzung 90 Minuten Zeit, sodass jeder Prozess ohne Zeitdruck abgerundet werden kann.
Ein kostenloses, unverbindliches Erstgespräch bietet Gelegenheit, Fragen zu klären und herauszufinden, ob dieser Ansatz für dich passt.
Nein. Die Kosten für Somatic Experiencing® werden nicht von den Krankenkassen übernommen.
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